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Tagebuch

Tagebucheintrag zu Kapitel 38

 

Liebes Tagebuch,

heute war ein sehr anstrengender Tag! Ich musste Zero den „Großen Daumen“ hoch tragen, und ich kann dir sagen, das war nicht einfach. Wir mussten zwischendurch ein paar Pausen machen, weil ich sonst nicht hätte weiterlaufen können. Als wir fast ganz oben waren, machten wir eine erstaunliche Entdeckung! Es waren überall um uns Fliegen. Das war unangenehm. Aber auf einmal kam ich darauf: Wo Fliegen sind, muss auch Wasser sein. Dann folgten wir den Fliegen. Wir gingen in einen engen Felsen hinein, aber wir sahen nichts. Dann trat ich in irgendetwas Matschiges. Es war Schlamm! Also grub ich ein Loch mit meinen Händen. Ich konnte nicht sehen, wie tief ich grub, oder ob es schon Wasser war. Also leckte ich es mit der Zunge ab und merkte, dass der Schlamm flüssiger geworden war. Ich grub und grub. Endlich kam das Wasser.

Zero wachte langsam auf und ich schüttete ihm Wasser in den Mund. Es tat sehr gut, etwas zu trinken J. Ich grub, bis das Loch groß genug war, um es für ungefähr einen Tag auszuhalten. Ich hoffe, wir schaffen es morgen, wieder ins Camp zu laufen.

 

Tina in Stanleys Namen

 

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Tagebucheintrag zu Kapitel 38

 

Heute war ein schrecklicher Tag.

Zero ging es immer schlechter und so musste ich ihn den Rest des Berges hinaufschleppen.

Es war ziemlich mühsam. Vielleicht waren es sogar die mühsamsten Kilometer, die ich je gelaufen bin. Mit dem kranken Zero auf den Schultern. Die ganze Zeit hatte ich Angst, dass er es nicht mehr schaffen könnte. Dass alles umsonst wäre.

Dann wäre ich an seinem Tod schuld. Weil ich unbedingt auf den verdammten Berg musste!

Aber immer wieder dachte ich an meinen Großvater, wie er verloren auf Gottes Daumen Zuflucht fand.

Dann guckte ich hoch zum Berg, dem „Daumen“, und wanderte weiter, obwohl ich glaubte, mir würden gleich meine Kräfte schwinden. Als ich dann ankam, legte ich erstmal Zero ab und blickte dann herum, um nach Wasser Ausschau zu halten. Nichts.

Ich verfluchte mich dafür, dass ich geglaubt hatte, dass alles gut werden würde, wenn wir erstmal auf dem Daumen waren. Aber nein, wir würden jämmerlich verdursten.

Als ich da so deprimiert und verzweifelt stand, fiel mein Blick auf den Boden, und darauf worin ich stand.

 Lehm. Lehm.... Lehm!

Wo Lehm ist, da muss folglich auch Wasser sein. Das wäre unsere Rettung!
Schnell fing ich an im Boden zu graben.

Durch die viele Übung im Camp Green Lake war das kein Problem.

Im Gegenteil. Diesmal machte es Sinn.

Ich grub für Wasser. Für Zero. Für mich. Für Freiheit.

Ich war erleichtert, als sich das Loch nach und nach mit Wasser füllte.

Gierig fing ich an es aus dem Loch zu schöpfen, und zu trinken.

Dann musste ich aber an Zero denken, und grub weiter.

Bis ich etwas entdeckte. Etwas Mittelgroßes, Knollenähnliches.

Ich war verdutzt als ich erkannte, was es war. Es war eine Zwiebel.

Ich nahm sie aus dem Loch und biss einfach hinein.

Nach der vielen Zeit ohne Essen schmeckte selbst eine gewöhnliche Zwiebel wie ein 5-Sterne Essen. So aß ich die Hälfte und gab Zero den Rest. Er nahm sie dankbar an.

Ich hoffe es geht ihm bald besser.
Ich werde Morgen noch einmal Bericht erstatten!

Fynn in Stanleys Namen

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Tagebucheintrag zu Kapitel 38 

 

Liebes Tagebuch,

 

ich war total fertig. Seit Tagen liefen Zero und ich jetzt durch diese Einöde und wir kamen dem Großen Daumen immer noch nicht näher. Ich überlegte ernsthaft umzukehren und zurück ins Camp zu laufen, aber ich glaubte nicht, dass sie mich da noch wollten, nachdem was ich angestellt habe. Mit der Zeit wurde Zero immer schwächer. Ich war schon ziemlich verzweifelt, aber ich wollte nicht aufgeben. Plötzlich fing es an komisch zu riechen. „Was war das denn schon wieder?“ fragte ich mich.

 

Auf einmal fiel ich mit dem Gesicht in eine seltsame Flüssigkeit. Vor lauter Verzweiflung fing ich an zu graben, und spürte - WASSER!!!

Ich war so überrascht, dass ich alles um mich herum vergaß und einfach nur trank.

Natürlich gab ich Zero so viel wie ich nur konnte, er brauchte es am meisten.

 

Plötzlich spürte ich etwas Glattes und Rundes, viel zu glatt und rund für einen Stein. Da stellte ich fest, dass es eine Zwiebel war.

Ich biss sofort hinein, obwohl der scharfe Geschmack in meinem Mund wie Feuer brannte, aß ich sie so schnell ich konnte auf. Zero gab ich auch eine. Er fragte mich müde, was das war, und ich sagte einfach „Eis mit heißer Karamellsauce“.

 

Es dauerte dann nicht mehr lange und wir beide schliefen ein.

 

Okay Tagebuch, das war es für heute!

Ich schreibe dir sobald wie möglich wieder.

 

Dein Stanley ☻

 

Luisa für Stanley

 

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Tagebucheintrag zu Kapitel 38

 

Heute war ein sehr anstrengender Tag. Ich musste den armen Zero den ganzen Berg hoch schleppen, der tat mir wirklich sehr Leid.

Na ja, endlich oben angekommen, fiel ich auch noch in den Schlamm, bis mir klar wurde, dass es nur Schlamm geben kann, wenn es Wasser gibt. Also folgte ich der Quelle und fand Wasser. Das ließ ich erstmal Zero in den Mund laufen. Ich hoffe, es wird ihm bald besser gehen. Der Geruch hier oben ist richtig ekelhaft. Es waren die Zwiebeln! Die uns aber das Leben retteten!

 

Fabienne für Stanley

 

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Tagebucheintrag zu Kapitel 38

 

Liebes Tagebuch,

Heute ist Zero zusammengeklappt und ich musste ihn den ganzen Berg hoch schleppen.

Ich bin immer und immer weiter gelaufen, doch Zero kam nicht mehr zu sich. Ich merkte seinen Puls, ich sprach mit ihm, ich sagte, dass alles gut werden würde. Ich weiß nicht, ob er mich gehört hat oder nicht. Während ich mit ihm redete, tastete ich mich immer weiter, bei jedem Schritt hoffte ich, dass dort keine Schlange oder eine Gelb gefleckte Eidechse ist. Ich sah meine Füße nicht, da Zeros Füße vor meinen baumelten. Ich hatte keine Kraft mehr, doch ich merkte dass ich vom Berg Kraft bekam, wie als wollte er, dass ich weiter ging. Er wusste, wo es Wasser und etwas zu Essen gab; er wollte, dass wir überlebten, ich weiß nicht, wieso, aber er wollte es. Ich musste aufpassen, dass ich nirgendwo hängen blieb, es gab so viel Gestrüpp. Doch plötzlich merkte ich, dass der Berg nicht mehr so steil war, er wurde immer flacher und plötzlich rutschte ich aus und fiel hin. Ich merkte, dass Zeros Kopf auf mein Schulterblatt schlug, ich wusste nicht ob ich wieder aufstehen konnte, ich wusste nicht einmal, ob ich es versuchen würde. Als mir bewusst geworden war, dass ich auf Lehm lag und mir eingefallen war, dass Lehm aus Wasser und Erde bestand, nahm ich meine letzten Kräfte zusammen und grub. Ich merkte Wasser, fast wie ein kleiner Tümpel und fing an die Erde abzulecken, es tat einfach nur gut. Ich grub weiter, bis das Loch armtief war, ich nahm eine handvoll Wasser und ließ es durch meine Hände über Zeros Gesicht laufen. Er ließ die Augen zu, doch plötzlich beobachtete ich, wie Zero seine Zunge vorsichtig nach draußen schob. Er wollte die Wassertropfen abschlecken. Ich grub noch tiefer und merkte etwas Rundes, Glattes. Es war eine Zwiebel, etwas Frisches! Ich biss eine Hälfte ab und gab die andere Hälfte Zero. Er fragte, was das ist und ich meinte: Eis mit heißer Karamellsoße. Er nahm die Zwiebel und biss ab. Jetzt bin ich zu müde um weiter zu schreiben! Bis Morgen,

dein Stanley (von Jaqueline)

 

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Tagebucheintrag zu Kapitel 38

 

Liebes Tagebuch,

 

heute hatten wir nichts mehr zu trinken. Deswegen klappte Zero zusammen und ich durfte ihn den ganzen Berg hoch tragen. An einer Stelle war es ganz glatt und ich rutschte aus. Zero kam nicht mehr zu sich. Ich hatte solche Angst! Ich lief immer weiter, ohne an die Schmerzen zu denken. Ich stürzte schon wieder hin. Da hörte ich im Boden Geräusche, als ob irgendwo in der Erde Wasser wäre. Mit letzter Kraft fing ich an zu graben. Nach einer Weile wurde die Erde immer feuchter.

...

Endlich sah ich eine kleine Pfütze. Hastig grub ich weiter.

Ich spürte etwas Rundes, Glattes, aber ich konnte nicht erkennen, was es war.

Es war mit der Erde fest verwurzelt. Ich zog und zog. Plötzlich fiel ich zurück und hielt es in der Hand.

... Es war eine Zwiebel!!!

Glücklich aß ich die eine Hälfte. Sie war so lecker! Der scharfe, bittere Saft spritzte in meinen Mund. Mir tränten die Augen. Ich spürte, wie die Zwiebel meinen Magen hinunter sickerte. Die andere Hälfte gab ich Zero und sagte zu ihm: " Iss, das ist Eis mit heißer Karamellsauce!". Er rappelte sich auf und nahm sie dankbar.

 

So, für heute ist Schuss, denn ich gehe jetzt schlafen.

Bis dann

Dein Stanley (von Helen)

 

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Auch die Chefin schreibt Tagebuch - Tagebucheintrag von Kapitel 31

 

Liebes Tagebuch,

 

heute gab es einen Vorfall im Camp!

Hector Zeroni hat Mr. Pendanski mit der Schaufel geschlagen und ist vom Camp abgehauen!

Da sieht man wieder, dass Zero NICHTS im Kopf hat! Ohne Wasser wird er da draußen doch nicht mehr lange leben…

Naja, ein Problem weniger. Es wird keine Hinweise mehr auf ihn geben, denn

1.       kein Mensch wird nach Hector Zeroni fragen.

2.     und wir werden ihn aus allen Akten löschen!

Ich denke, dass er irgendwo da in der Wüste liegt und sich überlegt, dass er doch besser im Camp geblieben wäre.

Ich kann mir gut vorstellen, wie er vor Durst und Hitze verzweifelt!

 

Plätze im Camp Green Lake sind schnell vergeben…

So, wenn er wieder zurückkommt – und ich weiß, er wird kommen – wird er keine Chance haben, an Wasser zu kommen, denn ich lasse jede erdenkliche Möglichkeit, an Wasser zu kommen, bewachen! Ich könnte wetten, dass er schon morgen wieder auftaucht und um Wasser bettelt. Weil er wahrscheinlich alles für Wasser tun würde, wird er erst welches bekommen, wenn er ein Loch fertig gegraben und reingespuckt hat!

Aber vielleicht muss ich ja gar nicht so weit denken, denn er könnte auch schon von einer Klapperschlange oder einer gelb gefleckten Eidechse gebissen worden sein…

Dann ist er jetzt schon längst tot. Mein Problem ist er jetzt nicht mehr!

Morgen kann ich mehr erzählen…

 

Zoé für Miss Walker