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Interviews

Interview mit Zero aus Zelt D

 

Reporterin: Hallo, dürfte ich dich interviewen?

Zero: Warum nicht.

Reporterin:  Okay, Also erzähle mir etwas über das Leben im Camp!

Zero:  Naja, das Leben hier ist sehr hart, weil wir jeden Morgen ein 5 Meter tiefes Loch graben müssen. Aber für mich ist das in Ordnung, weil ich gerne Löcher grabe. Es macht mir irgendwie Spaß!

Reporterin: Spaß??? Was macht dir den daran Spaß??

Zero:  Ich weiß nicht genau, aber das ist das einzige, was ich kann.

Reporterin: Das glaube ich nicht, ich wette du kannst noch andere Sachen! Was ist mit Fußball?

Zero: Ach ja?? Fußball ist nichts für mich, außerdem kann ich weder Scheiben noch Lesen!

Reporterin: Was!? Bist du nicht zur Schule gegangen?

Zero: Nein!  Meine Mutter hatte dafür kein Geld. Wissen Sie, wir waren sehr arm und ich musste schon ein paar Mal auf der Straße schlafen!

Reporterin:  Das ist ja furchtbar, du armes Kind. Hast du wenigstens Freunde hier im Camp?

Zero: Freunde kann man sie nicht nennen, aber wenigstens akzeptieren sie mich.

Reporterin: Gut! Und wie kommst du mit den Betreuern zurecht?

Zero: Sie sind alle ziemlich schräg, vor allem der Boss, aber was soll man machen!

Reporterin: Alles klar!

Vielen Dank für dieses Interview. Es war wirklich sehr interessant.  Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft!

Zero: Dankeschön! Auf Wiedersehen!

 

Luisa als Reporterin

 

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Interview mit einem Jungen aus „Zelt D“

 

Reporter: Hallo, wie ist dein Name?

Torpedo: Ich heiße Alan, aber alle hier nenne mich Torpedo.

Reporter: Okay Torpedo, wie geht es dir?

Torpedo: Ich bin etwas müde vom Graben.

Reporter: Ist es denn anstrengend, jeden Tag ein Loch zu graben? Ist es schwer?

Torpedo: Ja, natürlich ist es schwer. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.

In meinen ersten Tagen hier war es ganz schlimm.

Ich hatte immer das Gefühl, es nicht rechtzeitig fertig zu bekommen

Reporter: Glaubst du denn, es bringt dir etwas, diese ganzen Löcher zu graben?

Torpedo: Wenn ich aus dem Camp komme, werde ich kräftiger sein als zuvor,

 trotzdem ergibt es für mich irgendwie keinen Sinn

Reporter: Freust du dich denn schon auf dein Zuhause?

Torpedo: Ja, sehr.

Reporter: Vermisst du denn deine Familie? Und deine Freunde?

Torpedo: Ja, manchmal habe ich großes Heimweh. Dann weine ich. Mitten in der Nacht.

Reporter: Okay, das war´s dann. Tschüss!

Torpedo: Tschüss!

 

Fynn als Reporterin

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Interview mit Zero

 

Reporterin: Lieber Zero, ist Zero dein richtiger Name?

Zero: Nein! Mein richtiger Name lautet Hector Zeroni. Die anderen nennen mich so, weil ich angeblich nichts im Kopf hätte!

 

Reporterin: Wie sieht es aus mit dem Löcher graben?

Zero: Also am Anfang war es richtig schwer, ich glaube, so ging es jedem von uns. Doch jetzt ist das Ganze viel einfacher und mittlerweile bin ich der Schnellste. Wie heißt es immer? „Übung macht den Meister.“

 

Reporterin: Hast du Kontakt mit deinen Eltern, im Camp?

Zero: Eher nicht, habe bis jetzt noch keinen Brief bekommen so wie Stanley. Und wenn, dann müsste ihn mir jemand vorlesen, weil ich ja nicht lesen kann. Zurückschreiben, das müsste auch irgendeiner übernehmen. Ich würde mich aber trotzdem freuen, einen Brief zu bekommen, auch wenn ich ihn nicht lesen könnte.

 

Reporterin: Okay, das war´s auch schon. Zero, ich wünsche dir noch einen schönen Aufenthalt. Bis dann…

Zero: Alles klar, ja danke, bye…

 

Tom als Reporter

 

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Ein Interview mit Stanley Yelnats

 

 

Reporter: Hallo Stanley, oder soll ich zu dir Höhlenmensch sagen? Wie kamst du in das Camp Green Lake?

 

Stanley: Nun ja, das hört sich jetzt etwas blöd an, aber was soll´s. Mein Vater ist ein Erfinder und hat an einer Erfindung gearbeitet, die alte, stinkende Schuhe erneuern soll. Als ich eines Tages von der Schule nach Hause lief, fielen mir ein paar Schuhe auf den Kopf, die so aussahen wie Sweet Feets Schuhe. Ich dachte, dass es Schicksaal sei, aber da irrte ich mich mal wieder gewaltig!

 

Reporter: Hector und du haben in dieser Zeitaber auch viel erlebt. Es hieß ja, dass ihr euch über eine ganze Woche lang nur von rohen Zwiebeln ernährt habt. Auf dieser schweren und langen Reise habt ihr ja auch das Wort „Ssplisch“ erfunden.

Stanley: Ja, das stimmt. Als ich auf der Suche nach Zero war, sah ich in der Ferne ein kaputtes Boot, auf dem „Mary Lou“ stand. Unter dem Wrack sah ich einen Fuß von Zero. Ich wusste sofort, dass er es war. Ich schlüpfte auch unter das Boot. Dort war es kühler. Als ich mich hinsetzte, nahm Zero ein Glas in die Hand und meinte: „Hier probier mal, das ist gegen den Durst!“ Ich schaute mir die bräunliche Brühe an und merkte, dass diese nach Pfirsich roch. Als ich etwas getrunken hatte, fragte ich, was es sei und er sagte: „Ssplisch“.

 

Reporter: Wow, in den Wochen hast du echt viel erlebt.

Vielen Dank für das Interview!

 

Eva als Reporterin