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Religionunterricht aktuell

Pessach - das Fest der Befreiung. Pessach bedeutet Vorüberschreiten. Es ist das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote (Mazzot) zur Erinnerung an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Es gehört bis heute zu den Höhepunkten des jüdischen Festkalenders und beginnt am 15. Tag des Frühlingsmonats Nisan.

Jedes Jahr wird dieses jüdische Fest vor den Osterferien im Ethik- und Religionsunterricht behandelt. Die spielerische Auseinandersetzung mit religiösen Festen und Feiern gehört zum festen methodischen Kanon beider Fächer.

Der Leitfaden des Festes beinhaltet eine Sederliturgie. Alle Schülerinnen und Schüler werden dabei in eine jüdische Großfamilie eingebunden. Die Rolle des Hausvaters wird von einem Lehrer übernommen. Einige Schülerinen und Schüler erhalten spezielle Aufgaben wie das Verlesen von kurzen Texten, das Anzünden des Leuchters, das Verstecken des Mazzenbrotes oder das Bedienen der anderen Schülerinnen und Schüler mit Früchten, Obst, Gemüse, Traubensaft, gekochten Eiern, Mazzenbrot, Nüssen, Keksen ...

Die Kippas (Kopfbedeckungen) wurden im Unterricht gebastelt und waren Bestandteil des symbolischen Rollenverständnisses.

 

In der Sederliturgie wird folgende Anweisung zum Verteilen der Speisen gegeben: Keiner nimmt sich selbst etwas, sondern jeder bietet seinem Nachbarn höflich die Speisen an und bedient ihn. Wenn man bedient wird, soll der folgender Satz der Dankbarkeit gesagt werden: "Du erweist mir eine Ehre".

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Fazit (aus: Wolfgang Endres, Methodenkonzept 5/6, Realschule Enger):

"Je mehr Sinne oder Lernkanäle wir beim Lernen benutzen, desto besser behalten wir das Gelernte auch!"