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Pessachfeier

Innerhalb der Unterrrichtseinheit Judentum feierten der Ethik- und Religionskurs das Pessachfest (Passahfest). Es erinnert an den Auszug der Isrealiten aus Ägypten und gehört bis heute zu den Höhepunkten des jüdischen Festkalenders.

In den morgendlichen Assemblies hatten die Schülerinnen und Schüler wiederholt symbolische Kultgegenstände wie den 7-armigen Leuchter (Menora), einzelne Gebete ("Shma Israel") sowie jüd. Lieder ("Hevenu Shalom  alechem" u. "Hinne ma tov umnahim") kennen gelernt.

Dieser Blumenstrauß an jüdischer Glaubenskultur erfuhr in der gemeinsamen Feier des Passah-Festes eine Zusammenfassung.   

Der Leitfaden des Festes beinhaltete eine Sederliturgie. Alle Schülerinnen und Schüler wurden dabei in eine jüd. Großfamilie eingebunden. Die Rolle des Hausvaters wurde von einem Lehrer übernommen. Einige Schülerinen und Schüler erhielten spezielle Aufgaben wie das Verlesen von kurzen Texten, das Anzünden des Leuchters, das Verstecken des Mazzenbrotes oder das Bedienen der anderen Schülerinnen und Schüler mit Früchten, Obst, Gemüse, Traubensaft, gekochten Eiern, Mazzenbrot, Nüssen, Keksen ...

In der Sederliturgie wird folgende Anweisung zum Verteilen der Speisen gegeben: "Keiner nimmt sich selber etwas, sondern jeder bietet seinem Nachbarn höflich die Speisen an und bedient ihn. Wenn man bedient wird, soll der folgender Satz der Dankbarkeit gesagt werden: "Du erweist mir eine Ehre" (Sozialkompetenz).

In großer Runde mit ca. 70 Schülerinnen und Schülern im BK-Saal mit Manfred Storck, Georg Dumont und Frank Laska war diese Form der Umsetzung nur zum Teil möglich, dafür konnten die kleineren Gruppen von ca. 25 Schülerinnen und Schülern von Marie Mattern, Tonja Hager und Michael Molter gerade in diesem Bereich wertvolle Erfahrungen sammeln.   

Tischdecken, Zutaten zum Essen, Teller und Tassen brachten die Schülerinnen und Schüler selbst mit. Einige Schülerinnen und Schüler fiel es nicht einfach, die mitgebrachten Lebensmittel miteinander zu teilen, aber am Ende waren alle Beteililigten glücklich über den reich gedeckten Tisch und die fröhliche Atmosphäre. Die Kippas (Kopfbedeckungen) wurden im Unterricht gebastelt und waren Bestandteil des symbolischen Rollenverständnisses.

Gesungen haben alle Lerngruppen das bekannte Gospellied: "Go down Moses".

Fazit (aus: Wolfgang Endres, Methodenkonzept 5/6, Realschule Enger):

"Je mehr Sinne oder Lernkanäle wir beim Lernen benutzen, desto besser behalten wir das Gelernte auch."!