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Nov 2016

 

Dienstag, 29. November 2016;

Immer wieder und immer neu kursieren „Mythen und Märchen“ über die Aufnahme an der IGS im Landkreis und erreichen uns dann verwundert. Im Grunde können wir da kaum gegensteuern und doch versuchten wir es heute. Alle Schulleitungen und Lehrkräfte der vierten Klassen der an uns Schüler/-innen abgebenden Grundschulen luden wir zu einem Treffen ein. Zum einen stellten wir vor, was eine Gesamtschule genau ist und dass sie nicht als Zentrum aller vom Leben gebeutelten und belasteten Kinder sein kann, dass sich die Heterogenität über alle Leistungsbereiche erstrecken muss, zum anderen ging es auch um das Aufnahmeverfahren. Zugegeben, die Fragen, die gestellt wurden, machten dann doch einen tieferen Blick notwendig, aber für den, der nicht „drinsteckt“, wirkt das ganze wie ein undurchschaubares Gewirr von Bedingungen. Uns kommt es sehr transparent und verständlich vor, aber wir führen es ja schon seit acht Jahren ohne auch nur einen juristischen Einwand durch. Aber für Außenstehende, ich räume dies gern ein, die vielleicht auch im Stillen die Chancen ihrer Schützlinge abwägen, muss es anmuten wie einem mittelalterlichen Mensch die Alchemie. Wie bekommen wir ein Losverfahren hin, das heterogene Klassen als Ergebnis hervorbringt, die konfessionelle und geschlechtliche Mischung stimmt und auch noch einzelne Wohnorte gleichmäßig berücksichtigt. Hinzu kommt auch noch eine ausgetüftelte Geschwisterregelung. Demjenigen, der nun keine Schwester oder Bruder bei uns hat, wird diese Regelung bemängeln, derjenige, der ein Kind ohne sonderpädagogisches Gutachten vertritt, mag die Regelung der Zuweisung durch die Schulaufsicht ungerecht finden und wer sein Kind in diesem oder jenem Lostopf eingeordnet sieht, mag auch dies kritisieren. Doch über vier Jahrzehnte hat sich das Verfahren entwickelt und bewährt. Vielleicht ist es nicht gelungen, das Aufnahmeverfahren als gut darzustellen, aber so manchen Mythos (etwa: Wachenheimer Kinder würden bevorzugt), konnten wir vielleicht doch ausräumen.

Eine nette Geschichte erzählte mir eine Grundschulleiterin aus der Elternschaft ihrer Schule: Die Wahl einer Familie für die weiterführende Schule stand, ohne viel Fragen zu stellen, mit dem Gymnasium fest. Um mehr darüber zu erfahren, besuchten sie die „große“ Veranstaltung im Gymnasium, wo sich die verschiedenen Schularten vorstellten (nicht die konkreten Schulen). Jenes Elternpaar ließ ein paar „Kratzer“ an ihrer Entscheidung zu, weil die IGS doch gar nicht so übel klang. Ich wies damals auch auf unseren Informationsabend hin, an welchem wir unsere Schule stärker in den Fokus nahmen. Jenes Elternpaar besuchte ihn und ihre Entscheidung begann weiter zu wanken. Am Tag der offenen Tür kippten dann endgültig die bisherigen Absichten, dieses Mal auch von der Tochter unterstützt, mit dem Ergebnis, sie bei uns anzumelden. Die Kollegin erzählte mir dies mit herzlichen Grüßen der Eltern. Ich werde mir diese Geschichte im kommenden Jahr ins Gedächtnis rufen, wenn mich die „Werbetermine“ belasten.  

 

Samstag, 26. November 2016:

Wie soll ich heute beginnen? Auf der einen Seite ist der Tag der offenen Tür seit Jahren ein fester Bestandteil und vieles ist eingespielt. Gestern richteten viele Helfer die Schule her, der Förderverein, fast schon professionell organisiert, traf die gewohnten Vorbereitungen für das IGS-Freunde-Café und die Stände im Foyer, hängte die Wegweiser auf, hier noch ein Tisch für die Kuchenspenden, da noch eine Doppelsteckdose für die Kaffeemaschine, hier noch ein Namensschild für ein neues Mitglied im Schulelternbeirat usw. Alles lief eingespielt wie am Schnürchen. Den „Konzeptraum“ haben wir in diesem Jahr erneut „verschlankt“ – dabei ist immer die Frage: Was wollen die Besucher wirklich wissen? Was ist notwendig? Was erschlägt eher durch die Fülle? Also, neue Ausdrucke, diesen Text noch kürzen, jenen mit den eingetretenen Veränderungen aktualisieren, wieder anderes einfach weglassen, weil es nicht mehr stattfindet. Und doch, trotz allen Veränderungen und Entwicklungen: Als ich die Schule am Morgen betrat, empfand ich die gleiche Stimmung, traf auf dieselbe Atmosphäre von Anspannung und Aufgeregtheit bei den Fünfern und Sechsern, für die der heutige Tag einfach spannend war, klar, bei so viel Trubel. Neu hatten wir in diesem Jahr einen zu jeder vollen Stunde stattfindenden Kurzvortrag über die Schulform Integrierte Gesamtschule im Programm. Insgesamt dreimal fanden sich viele Zuhörer/-innen im Pausenraum ein, das erste Mal war er gar „zum Bersten“ voll, was zeigt, dass diese Information eben doch gewünscht ist oder interessiert, neben all den „Buntheiten“, die unsere Schule darüber hinaus zu bieten hat. Natürlich kam ich mit den fünfzehn vorgesehenen Minuten nicht zurecht, selbst bei Disziplinierung meines Wortreichtums (über kein Thema könnte ich wohl länger reden) schaffte ich es nicht, unter die zwanzig Minuten zu kommen. Mir kam daher der Gedanke, eine audio-visuelle-Präsentation für das nächste Jahr anzufertigen, die zeitlich festgelegt ist und nicht den spontanen Einfällen des Schulleiters ausgesetzt ist. Ich kann mir das projektmäßig für den Deutschunterricht gut mit Schüler/-innen vorstellen…schauen wir mal, was aus dieser Idee wird.

Und dann waren da noch die vielen Schüler/-innen, die mich mit der „Getto-Faust“ begrüßten, einige kamen auf mich zu und umarmten mich (Was das wohl bei den Besuchern auslösen mag?), bei der Waffelbäckerei war gar kein Durchkommen, so dass ich den ganzen Vormittag leer ausging, von den Bandklassen konnte ich mir lediglich ein kurzes aber ein mich erstaunendes Hörerlebnis holen, am Stand der Schüler-Taxis sah ich Eltern warten, weil, wie im richtigen Leben, alle „Fahrzeuge“ unterwegs waren, ich genoss den selbst gebackenen Kuchen der Eltern, holte zwei Gewinne aus der Tombola ab (ausgerechnet Haarspray für meinen auswuchernden Haarwuchs) und beantwortete offene Fragen im Hunderterpack. Insgesamt oder „gefühlt“ waren es wieder mehr Besucher als im letzten Jahr, aber auf eine genaue „Datenbasis“ ist an einem solch „wuseligen“ Tag nicht zurückzugreifen.

Damit ist die Vorstellungs- und Werbetour 2016 abgeschlossen, tausend Flyer fanden ihren Weg, dreihundert Programmblätter gingen heute zusätzlich weg, an drei Abenden konnten sich Interessierte informieren und heute abschließend einen persönlichen und originären Eindruck von der Schule hinzufügen. Mehr können wir nicht tun, aber bei schwankenden Schülerzahlen dürfen wir uns auch nicht ausruhen. Na, dann warten wir mal getrost die Anmelderunde für das Schuljahr 2017/2018 ab.

Vom Standort in Deidesheim habe ich wieder gar nichts vernommen, nur eine kurze Telefoninfo: „Hier läuft alles rund!“. Es bestand immerhin die Möglichkeit, sich über die Oberstufe zu informieren, im Unterricht der Elfer zu hospitieren und sich erklären zu lassen, weshalb es bei uns festgelegte Profile gibt und welche Konsequenzen sich daraus für die individuelle Kurswahl und damit gar für die Abiturprüfung ergeben. Mein Resümee?

Ein wichtiger, ein erfolgreicher und ein schöner Tag. Es gilt wieder einmal Danke zu sagen. Solche Tage können nur durch viele Schultern, noch mehr Hände und viel Einsatz zum Erfolg werden. Und das war er! Danke euch allen!

 

Donnerstag, 24. November 2016:

Ich hätte es wissen müssen: Den Vertretungsplan in zu machen, ist eine Angelegenheit mit besonderen Tücken. Wenn dann noch Außergewöhnliches geschieht, sind Stolperfallen im Dutzend ausgelegt. Und genau so kam es heute.  Als letzter einer Reihe - ich hatte es zur Vorbereitung zwei Tage „geübt“ - war ich heute mit dem Vertretungsplan dran. Es waren ja auch lediglich „Neuerkrankungen“ zu einzuarbeiten, den vorbereitenden Rest hatten die „Profis“ schon erledigt. Die Hoffnung auf durchgehende Gesundheit erfüllte sich natürlich nicht, neue Krankmeldungen gingen ein. Unvorhergesehen durchbrachen dann noch 15 Pferde die Absperrung ihrer Koppel in Haßloch und fanden sich unversehens auf der A65 wieder und wurden dort von einem LKW erfasst. Bereits als ich Deidesheim erreichte, rückte die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen aus, in der Schule dann erreichten mich erste Nachrichten über die Vollsperrung der Autobahn und der dadurch bedingten, kilometerlangen Staus in beiden Richtungen. Am Ende saßen darin fünf Kolleg/-innen fest, Ankunft in der Schule? Ungewiss! An einen einigermaßen in Ruhe erstellten Vertretungsplan war nicht mehr zu denken, die Aktualität unterbrach immer wieder die Arbeit des eh ungeübten Akteurs: der Ganztagsbetrieb ist betroffen, dort ebenfalls Krankmeldungen; die Integrationshelferin eines Schülers, der heute eine wichtige Klausur zu schreiben hatte, meldete sich krank, was ist in diesem Fall mit dem gewährten Nachteilsausgleich, auch die mögliche Vertretung war erkrankt. Wie können die fünf Lerngruppen die unfallbedingten Verspätungen „überbrückt“ werden? Auf keinen Fall allein in den Werkraum lassen, Unfallgefahr! Wer kopiert die mitgelieferten Materialien für eine zu vertretende Klasse? Da ich über die in solchen Situationen notwendige Routine nicht verfügte, schlichen sich in der Hektik natürlich auch noch Fehler im Vertretungsplan ein, denn ich hatte eine Kollegin zur Mitführung aufgenommen, die aber in einer ganz anderen Etage unterrichtete. Dabei musste ich doch selbst in den Unterricht und dann rief auch noch die Schulaufsicht an. Das war also heute nichts, um mit mir zufrieden zu sein.

Am Abend tagte noch der Schulelternbeirat. Nach mehrjährigem Diskussionsprozess, nach Tagen einer Arbeitsgruppe, nach Beratung und Ergänzung in den Jahrgangsteams, nach Verabschieden in der Gesamtkonferenz kann ich nun verkünden: Wir haben (wieder) ein in die Oberstufe fortgeschriebenes, ergänztes und eindeutiger formuliertes Fahrtenkonzept, denn nach dem Schulgesetz muss der Elternbeirat als Gremium den Grundsätzen der schulischen Fahrtenkonzepte zustimmen. Dies ist als wichtigster Punkt heute geschehen. Wieder ein Thema „eingetütet“. Wenn der Morgen schon deprimierend war, der Abend brachte dann noch einen Erfolg.

 

Dienstag, 21. November 2016:

Der große Autokran kam dann doch an diesem Dienstag und der Container steht jetzt gedreht auf den neu gegossenen Fundamenten. Wie als kleiner Junge begleitete ich die Aktion, beeindruckt von der Technik und staunend über die Präzisionsarbeit des Kranführers. Es ist aber auch ein herrlicher und ungewohnter Anblick, neben einer riesigen Maschine namens Autokran einen Container, der aus vier verschweißten Einzelkabinen besteht, an sechs Ketten und besonders gedrehten Stahlseilen in der Luft „baumeln“ zu sehen, zu beobachten, wie er zentimeterweise langsam an die richtige Stelle bugsiert wird, am Ende mit einer abgewinkelten Brechstange, zwei Tonnen wiegend, genau an der Flucht der anderen, neuen Containern ausgerichtet wird und dann… zentimetergenau richtig steht. Einfach faszinierend! Mich würde es nicht wundern, wenn es ein Foto gäbe, auf dem ein Schulleiter mit staunend offenem Mund abgelichtet wäre!  

Dabei durfte ich heute schon eine weitere Premiere miterleben: Die Abiturprüfungskommission traf sich zu ihrer konstituierenden Sitzung, besprach und verteilte anstehende Aufgaben. Ein Durchgang durch die Organisation, etwa welche Räume werden in dem dann abgesperrten Bereich des Gebäudes liegen, wie viele Aufsichten werden benötigt, auch als Begleitpersonen bei Toilettengängen der Prüflinge, welche Institutionen müssen beim ersten Abitur hinsichtlich zu verleihender Preise angeschrieben werden und so weiter. Bei solchen Überlegungen und Planungen wird deutlich: Die Abiturprüfung, dazu gehören die schriftlichen und die mündlichen Teile gleichermaßen, sind ein Höhepunkt und betreffen die Schule als Ganzes. Jahrelange Aufbauarbeit kommt an einem Ziel an, das jetzt natürlich auch gut und gebührend organisiert und vorbereitet sein will.

 

Freitag, 18. November 2016:

Da sitzen sie nun und wir planen, wie ihre Idee in die Praxis umzusetzen ist: Die Schülervertretung möchte, ein Ergebnis der SV-Tagung, während der „kalten“ Jahreszeit eigenverantwortlich morgens die Mensa als „Wärmestube“ öffnen. Nun halten sich die Temperaturen ja derzeit in Grenzen und Aussagen wie „in der eisigen Kälte draußen stehen“ können sich in den letzten Jahren nur auf wenige Tage beschränken, dennoch: Dazu benötige ich zunächst eine Liste mit Schüler/-innen der Oberstufe, die im Auftrag der Schule die Aufsicht übernehmen. Ein Treffen müsste die entsprechenden Regeln gemeinsam erläutern, vor allem die Mensa muss nachher so aussehen wie vorher. Das dürfte in der Praxis der schwierigste Bestandteil sein, jedenfalls bestand bei Öffnung der Mensa vor zwei Jahren genau darin meine Hauptaufgabe und ich gewann immer wieder den Eindruck, dass mir der „Schulleiterbonus“ dabei sehr geholfen hat. Zum anderen muss sichergestellt werden, dass dieses Entgegenkommen nicht dazu führt, den geöffneten Eingang als Möglichkeit zu nutzen, „ins Gebäude zu witschen“. Da ich die Öffnung der Mensa als Bereicherung des Schullebens empfinde, will ich an das Gelingen trotz aller Unkenrufe glauben und wünsche dem Unternehmen viel Erfolg. Wir haben vereinbart, dass die Schüler-Liste der nächste Schritt ist.

Zum Tag der offenen Tür wird sich das pädagogische Konzept erneut anders präsentieren. Nun sind wir über acht Jahre als IGS am Start und doch kommen jedes Jahr neue Ideen oder Veränderungen oder grafische Neuigkeiten hinzu. Wir befinden uns quasi in einer permanenten Revision. Vielleicht ist das eines der Kennzeichen einer IGS, sie bleibt nicht stehen, der Prozess des Seins ist immer auch einer des Werdens. Das wurde auch beim gestrigen Info-Abend „Was ist eine IGS?“ deutlich. Zum x-ten Mal veranstalten wir ihn oder ich habe woanders darüber gesprochen, und doch ist die Präsentation des vergangenen Jahres wieder veraltet. Neu in diesem Jahr waren zwei Folien, die das vertikale Schulsystem der Drei- bzw. Viergliedrigkeit gegenüber dem horizontalen, integrierten betonte. Letztendlich habe ich diese Formulierung aus dem Rahmenplan des Deutschen Bildungsrates von 1972, den ich für das Buch „Deshalb IGS“ untersuchte. Die Idee, mit genau diesem Unterschied die Grundanlage der IGS grafisch darzustellen, wuchs im Laufe des Schuljahres heran. Eine erste Rückmeldung zeigte mir, dass durch genau diese beiden neuen Folien der Inhalt besser verstehbar geworden ist und grafisch für jeden sichtbar und einleuchtend „vor Augen“ geführt wurde. Ein wenig staune ich immer über mich, denn ich kann mich noch sehr gut an meine Zeit der Jugendarbeit erinnern, in welcher ich schüchtern, zurückhaltend und aufgeregt kaum vor Gruppen zu reden in der Lage war. Heute „läuft“ mir ein solcher Abend fast „predigend über die Lippen“ und ich erhalte Rückmeldungen, dass der Vortrag informativ, humorvoll und kurzweilig war. Immerhin haben sich inzwischen knapp über 100 Folien angesammelt „und keiner merkt es“. Ansonsten bedarf die „Veranstaltungsreihe zur Werbung für unsere Schule“ nur noch des Samstags als Tag der offenen Tür. Gemessen an den Besucherzahlen könnte es auch im kommenden Aufnahmeverfahren zahlenmäßig gut für uns ausgehen. Warten wir mal ab, wie sich die Zeiten der sinkenden oder zumindest unsicheren Schülerzahlen bei uns auswirken.

 

Mittwoch, 16. November 2016:

Es war einfach zu schön, um wahr zu sein, heute sind für die neuen Container grüne Kreidetafeln geliefert worden. Zumindest Verwirrung war die Folge, Sprachverwirrung die Ursache. Um die nicht unerheblichen Kosten für einen Wasseranschluss zu einzusparen, sollten Whiteboards geliefert werden, immerhin müsste die Wasserleitung frostsicher im Boden über einige Meter vom Gebäude zu den, ebenfalls eingesparten Waschbecken in den Containern gelegt werden. Das Wort „Whiteboard“ wird nun aber synonym für einfache, weiß belegte Blechtafeln und ebenso für interaktive Tafeln verwendet. Auch der Hinweis auf einen Anschluss ans Internet führte nicht auf die richtige Fährte. Was also tun mit den Kreidetafeln? Nach einigen Telefonaten hatte ich die Hintergründe erforscht: Die interaktiven Tafeln waren ein Gespinst des Sprachgebrauchs, die Container werden lediglich mit weißen Tafeln ausgestattet, deren Reinigung ohne Wasser möglich ist. Diese wiederum haben aber eine längere Lieferzeit als gedacht, so dass die gelieferten Kreidetafeln als Übergang gedacht sind. Nicht mitgeliefert sind allerdings Eimer oder andere wasserspeichernde Behältnisse, um diese Übergangszeit mit einigermaßen sauberen Tafeln bestehen zu können. Heißt: erneut improvisieren! Manchmal nehmen mich Gefühle in Beschlag, die zwischen Angst, Schrecken und Verzweiflung alles zu bieten haben, wenn ich bei der doch als gering einzustufenden Problematik von vier Tafeln an die große, zweijährige Abriss- und Bauzeit denke. Was wird da alles an Unwägbarkeiten auf uns zukommen und welche Improvisationskunst werden wir dann entwickeln müssen? Daran gemessen ereigneten sich noch zwei Kleinigkeiten: plötzlich entdeckte ich einen Hubsteiger in den Schulhof fahren!? Nichts Besonderes, die aussteigenden Männer sollen nur die alte Solaranlage flächenmäßig vermessen. Dennoch wüsste ich gerne rechtzeitig, wer sich da auf dem Schulgelände „rumtreibt“. Dass am Dienstag ein großer Autokran den ersten unserer Container drehen wird, dass er den gesamten Zugang zum Hof versperren wird, dass ich dafür sorgen soll, dass dann keine Schüler/-innen „gaffen“ – ist ja nun angekündigt und auch zu organisieren. Es war ja sogar möglich, die ganze Aktion auf 13.30 Uhr zu verschieben, denn dieser Zeitpunkt löst den Publikumsverkehr fast von selbst. Ach so, es könnte auch erst am Mittwoch sein! Hmmm, grmpf...

 

Dienstag, 15. November 2016:

Das gab es in dieser Weise auch noch nicht an der IGS Deidesheim/Wachenheim: Der gesamte Standort Deidesheim war vom Strom „abgeklemmt“. Ein Bagger hatte morgens die Hauptstromleitung durchtrennt. Die Schule stand quasi still. Kein Strom bedeutet zunächst mal: kein Licht! Die Leistungskursklausur unter Abiturbedingungen musste eine Stunde verschoben werden, bis es hell genug war. Kein Strom heißt im Sekretariat: lange ersehnte Zeit, um die Ablage auf den aktuellen Stand zu bringen – und das bei nicht gekannter Ruhe, denn die Computer spielten nicht mit und das Telefon schwieg. So gesehen ging es ja irgendwie weiter, bis dann die ersten Schüler/-innen und Lehrkräfte in Jacken erschienen, den kein Strom heißt auch: keine Heizung! Fieberhaft wurde der Schulträger, der Bauhof, die Elektriker kontaktiert, (Ein Hoch auf die Mobiltelefone!), aber an eine Reparatur vor 15 Uhr war kaum zu denken. Um die Frierenden vor unnötigen Erkältungskrankheiten zu schützen, beschlossen wir ein Unterrichtsende für alle nach der vierten Stunde. Doch halt: Das Mittagessen war ja nicht mehr zu stoppen. Wir handelten den frühest möglichen Zeitpunkt aus, kurz nach elf Uhr, das passte ja gerade rechtzeitig, um wenigstens nicht hungrig zu gehen zu müssen. Ein abenteuerlich unheimlicher Anblick stellten natürlich die Uhren dar: 8.10 Uhr blieben sie stehen. Erinnerungen an Todeszeitpunkt in Krimis wurden wach, sogar Assoziationen an Hiroshima, wo die Uhren genau zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs stehen blieben, wurden mir mitgeteilt. Das sei noch erwähnt: Der Baggerführer ist unschuldig, denn obwohl er die Hauptleitung der Schule durchtrennte, sie war weder gekennzeichnet und in einem Plan eingetragen. Vermutlich stammte sie sogar aus der Bauzeit der Schule 1969, da wurden keine Leitungen farblich gekennzeichnet und abgesichert wie heute (gelb für Gas, rot für Strom, blau für Wasser), ein verschmutztes Kabel lag „nackt und bloß“ in der Erde und sagte nichts.  

Und all das musste ich mir erzählen lassen, denn ich saß den ganzen Tag im warmen und hellen Wachenheim – ist doch mal ein positiver Aspekt des Doppelstandortes – wühlte mich durch Rechnungen, half, ebenfalls mobil verbunden, Entscheidungen zu treffen, verfügte über einen funktionierenden Computer und konnte sogar heißen Kaffee trinken.

Bei der Pausenaufsicht geschieht es derzeit immer häufiger: Schüler/-innen der fünften und sechsten Klassen geben mir die „Getto-Faust“ zur Begrüßung, meist schweigsam, einfach so beim Vorübergehen, eine stille, fast nebensächliche Geste, die aber viel mit Wertschätzung daherkommt. Ich mag das und bei der rapide steigenden Anzahl scheine ich damit nicht allein zu sein.

 

Donnerstag, 10. November 2016:

Tatsächlich hat alles funktioniert und die landesweit angelegte Leistungskursklausur ist geschafft. Wir verfuhren, wie es in den Anleitungen vorgegeben war, konnten den Zeitplan genau einhalten und stießen auf keinerlei technische Probleme. Wegen der eventuell notwendigen Entscheidung über das Stoppen der Audiodatei war ich bei dem kompletten Teil „Hörverstehen“ anwesend. Es beschlich mich ein indifferentes Gefühl bei dem Gedanken: An allen Gymnasien und Gesamtschulen sitzen zu genau dieser Stunde hunderte oder tausende von Schüler/-innen in vorbereiteten Räumen und alle hören sich gerade genau diese MP3-Dateien an. Zumindest organisatorisch und technisch eine Höchstleitung. Verstanden habe ich von den Tonausschnitten sehr wenig, sah aber die Schüler/-innen konzentriert arbeiten. Nun gehört die englische Sprache seit Jahren (oder Jahrzehnten?) nicht zu meinem Alltag, schon gar nicht auf Leistungskursniveau, dennoch dachte ich nicht, so wenig von den Nachrichten zu verstehen. Auf meine spätere Nachfrage bestätigten mir aber einige Schülerinnen, dass die Texte zwar schwierig waren, dass sie aber solche Hörverstehensübungen aus dem Unterricht kennen und insgesamt damit zurechtkamen. Das ist schließlich das wichtigste. Und: Kompliment an die Fachlehrkräfte, welche diese beiden Leistungskurse darauf vorbereitet haben.

 

Mittwoch, 09. November 2016:

Welch ein Datum heute: 1918: Kaiser Wilhelm II. tritt zurück, Scheidemann ruft die Parlamentarische Demokratie aus; 1923: Putschversuch Hitlers in München; 1938: Reichspogromnacht; 1939: gescheiterter Attentatsversuch auf Hitler durch Georg Elser; 1989: Schabowski verkündet die sofortige Öffnung der Grenze zwischen der DDR und der BRD. Und hinzu kommt heute, 2016: Wahlsieg Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Wenn ich es richtig einschätze, wurde ich während meiner Jahre in der Schule noch nie so häufig auf ein politisches Vorkommnis angesprochen wie heute und das in einer stets betroffenen, nein, besser: beklemmenden Stimmung.

Seit einigen Jahren schon, und das drängte sich schließlich doch in den Vordergrund, geht eine Schülergruppe an diesem Tag mit pflegerischen Arbeiten auf den jüdischen Friedhof in Deidesheim. Die Aktion beginnt für sie mit einer Einführung in der Schule über die Hintergründe der Reichspogromnacht. Gemeinsam geht die Gruppe dann zum jüdischen Friedhof und reinigt ihn mit Schippe und Rechen vom herbstlichen Laub, schneidet auch schon mal Hecken und trägt damit zu seiner Erhaltung bei.

Ich selbst gestaltete meine Deutschstunde mit einem Arbeitsblatt mit den einzelnen Vorkommnissen, die dann mit der Erstellung einer Stichwortsammlung für eine Erörterung in das Fach Deutsch mündete. Einige aus meiner Deutschklasse waren im vergangenen Jahr auf dem Friedhof dabei und fragten: „Wieso dürfen wir das in diesem Jahr nicht mehr machen?“ Ein schöner Augenblick. Auch über den diesjährigen Besuch erhielt ich die Rückmeldung: „Das war eine tolle Erfahrung!“

In meinem Terminkalender fand ich noch den Hinweis, dass ich zwei Schüler aus Jahrgang zwölf erwarten dürfe. Als Thema war angegeben: T-Shirt-Aktion. Eine schöne Initiative, die zum einen Geld für ihre Abiturfeier einbringen soll, als Aktion für alle Schüler aber auch ein Gemeinschaftsgefühl fördert, wenn sich viele daran beteiligen und ein T- oder Sweatshirt mit einem, innerhalb eines Wettbewerbs eigens zu entwerfenden Schul-Logo bedruckt, kaufen.

Morgen wird es dann ernst mit dem ersten Abitur, denn die letzte Leistungskursklausur soll zeitlich und inhaltlich zu den gleichen Bedingungen geschrieben werden wie das Abitur selbst. Heißt in diesem Jahr: zentrale Aufgabenstellung! Nur heute gab es daher in einem festgelegten Zeitraum die Möglichkeit, die zentral gestellten Aufgaben für die letzte Klausur im Leistungskurs Englisch aus der Elektronischen Post für Schulleitungen heraus mit einem eigenen Link herunterzuladen. Der dazu benötigte, zweiteilige Zugangsschlüssel wurde bereits vor Wochen in zwei getrennten und zeitlich verschobenen Einschreiben an die Schulen versandt. Da ein Teil dem Bereich „Hörverstehen“ zugeordnet ist, sind auch zwei Audiodateien dabei. Das hieß heute für uns: Runterladen der gepackten Dateien (fünf an der Zahl) auf zwei USB-Sticks überspielen, diese dann direkt vom Netz nehmen (Vorsicht Hacker!) und gleich wieder auf dem PC löschen, die Dateien entzippen, Probehören, Ersatzdateien anlegen, Texte kopieren, alle Materialien im Tresor sicher verschließen, Ersatz-CD-Player mit USB-Anschluss bereithalten und Raum herrichten. Alles fand sich bei uns im grünen Bereich wieder, so dass es morgen dann losgehen kann. Wohlan denn!

 

Dienstag, 08. November 2016:

Neun Tagesordnungspunkte sind in 120 Minuten kaum zu schaffen, aber sie standen nun mal an und ich setzte sie auf die Agenda. Das erweiterte Fahrtenkonzept, das ergänzte und auf den neuesten Stand gebrachte Konzept „Berufsorientierung“, die Arbeitsgruppe zu den Schüler-Eltern-Lehrer-Gesprächen wollte sich von der Konferenz ein Mandat geben lassen, in welche Richtung sie weiterarbeiten soll und der Bereich des Wahlpflichtfachs muss angesichts verschiedener Entwicklungen zumindest in den Blick genommen werden. Dazu stellten wir zunächst die Ist-Seite der Schule der Soll-Seite des Ministeriums gegenüber und sammelten als ersten Schritt „knirschende“ Stellen. Da dies ein Thema ist, das alle Schüler/-innen gleichermaßen betrifft, soll es an einem Teilstudientag mit mehr Zeit und Intensität weiterbearbeitet werden. Da werden sich am Ende des Prozesses sicherlich Änderungen ergeben, die aber im Alltag dann mehr Klarheit und Ruhe bringen. Und ein kritischer Blick nach neun Jahren ist durchaus angebracht.

In der Anfangszeit der IGS saßen mehrere Schulleiter/-innen in Klassenzimmern oder Turnhallen und stellten den Eltern von Viertklässlern das System der weiterführenden Schulen vor. Das kostete bei geringem Redeanteil viele Abende. So hat sich seit einigen Jahren etabliert, dass ein Abend für alle Interessierten in der Aula des Werner Heisenberg Gymnasiums angeboten wird. Diese Informationen sind uns zwar allen bekannt, aber in jedem Jahr stehe andere Eltern vor der Frage: Welche Schulform für mein Kind? Vier Schulformen wurden heute vorgestellt: das G8- und das G9-Gymnasiuem, die Realschule plus und die Integrierte Gesamtschule. Die Aula war mit über 300 Interessierten gefüllt, die „Bedarfsanalyse“ stimmte also schon mal. Inhaltlich stellte ich heute fest, in wie vielen Punkten die einzelnen Schulformen sich angenähert haben: da gibt es fast in allen Schulformen unterschiedliche Klassenleiterstunden, da finden sich Wahlpflichtfächer an der Realschule plus, zwar inhaltlich verschieden, aber strukturell gleicher Provenienz, die Ganztagsschulen arbeiten ähnlich, ja, es gibt sogar Doppelbesetzungen bei Klassenleitungen, so dass ich schon auf die horizontale Ausrichtung der IGS und das längste gemeinsame Lernen aller Kinder hinweisen musste, um „meine“ Schulform zusätzlich zu bestimmen. Eine lustige Anekdote wurde mir zum Besten gegeben: ein mir bekannter didaktischer Koordinator einer IGS habe bei einer ähnlichen Veranstaltung immer wieder geflüstert: „Alles geklaut!“ Nun will mir eine Diskussion über die Herkunft einzelner Elemente wenig sinnvoll erscheinen und freue mich nur darüber, dass all diese pädagogischen Besonderheiten den Schüler/-innen zu Gute kommen. Vielmehr sollte es für alle ein Ansporn sein, die Schulen weiterhin so zu gestalten und weiterzuentwickeln, dass Kinder und Jugendliche gut, angstfrei und erfolgreich darin lernen.

 

Montag, 07. November 2016:

Viele, viele zum Teil kurze, aber bedeutende Einzelfragen zum Abitur, vor allem zu dem zentral für alle Abiturienten gestellten Aufgabenteil müssen bei der Abiturprüfung beachtet werden. Ein Höchstmaß an Vergleichbarkeit dominiert alle Vorbereitungen. Nur ein Beispiel: Wer entscheidet darüber, ob und wann bei einer akustischen Störung während des Abspielens die Audiodatei unterbrochen und diese Stelle erneut abgespielt wird? Grundsätzlich soll die Audiodatei von Anfang an durchlaufen und nur einmal angehört werden. Aber ein lauter Düsenjet, der just zu dieser Stunde über das Gebäude donnert, wäre an dieser Schule gegenüber anderen eine deutliche Beeinträchtigung im Teil Hörverstehen. Oder für die Stadtschulen eine unvorhergesehene Explosion in einem nahegelegenen Chemiewerk oder auch nur ein Verkehrsunfall mit Hubschraubereinsatz. War die Störung ausreichend massiv, um diese Stelle erneut hören zu müssen? Kann sie laut gesucht werden oder muss ein Kopfhörer getragen werden, um andere Stellen nicht doppelt vorzuspielen? Im Extremfall könnte genau diese Störung ja zum Nichtbestehen des Abiturs führen. In solchen Fällen ist dann die Schulleitung gefragt, die spontan entscheiden und daher anwesend sein muss. Solche Details besprachen wir heute nach der Schulleitungssitzung. Ebenfalls die Berufung von bis zu drei Kolleg/-innen in die Abiturprüfungskommission. Der Teufel steckt auch hier im Detail und darüber schwebt eisern, durchgehend und durch nichts beeinflussbar das Primat der Vergleichbarkeit. Es muss eben sichergestellt werden, dass die Schülerin in der Eifel genau dieselben Voraussetzungen vorfindet, wie der Schüler in der Pfalz. Dass diese Bemühungen leicht in die Gegend des Absurden führen, unterstützt erneut meine Zweifel an einer landesweit zentral gestellten Aufgabe.   

Fast poetisch dagegen, und daher ein wunderbares Gegengewicht zu den juristischen Belangen des heutigen Nachmittags, sind zwei schriftliche Erläuterungen auf den Rücklaufkarten aus dem Luftballonwettbewerb, die ich heute in Händen hielt: „Wir haben deine Karte beim Wandern im Wald in der Nähe von Neidenfels bei den Koordinaten N 4924.085 E 0803.433 gefunden. Viel Erfolg“. Gleich machte ich mich daran, den genauen Fundort im Internet zu suchen. Mir völlig fremd auch der Fundort der zweiten Karte: „…gefunden am 3.9. auf dem Ödesberg bei unserer Herde in Blaubach.“ Wieder half das Internet: Blaubach liegt bei Kusel. Vielleicht ist es ja die bevorstehende Weihnachtszeit, die dem Begriff der Herde in mir eine besondere Assoziation hervorruft…Nehme ich eine dritte Karte zur Hand, die uns aus Bad Wimpfen erreichte, dann blicke ich auf eine uneinheitliche Windrichtung, die sicher manchen Meteorologen in Erstaunen vertzt hätte. Aber halt: In diesem Jahr starteten wegen der leeren Gasflasche die Ballons an zwei unterschiedlichen Tagen…

 

Donnerstag, 03. November 2016:

Und noch eine Sitzung diese Woche: Die Dienstbesprechung der Schulleiter/-innen „Neustadt/Mitte“ mit der Schulaufsicht. Unspektakulär standen die Themen auf der Tagesordnung: Personalplanung, Dienstliche Beurteilungen, Hinweise zum Gliederungsplan, Anmeldezahlen, Versetzungen – also eher Themen, die nicht für den Pädagogen in mir, sondern für den Schulleiter als Manager in mir geeignet erschienen. (Mir?) wichtig sind aber darüber hinaus immer wieder die persönlichen Begegnungen mit der Kaffeetasse in der Hand, die weit über diese Dienstbesprechung hinaus wirksam bleiben.   

Drei solcher Termine in einer Woche sind heftig. Nun aber gut und die neue Anmelderunde steht schon vor der Tür…

Die gelieferten Flyer sind richtig und wie gewollt angekommen. Puh!

Ich erhalte sehr schöne Rückmeldungen von der Freizeit der Ganztagsschüler. Vor drei/vier Jahren wurden diese Tage eingeführt, um den Schülerinnen und Schüler aus dem Ganztag ein besonderes Bonbon anzubieten. In den höheren Klassen Deidesheims dünnt die Teilnahme aus, sicherlich auch aus Altersgründen. Dennoch soll die Teilnahme am Ganztag positiv erlebt werden. Fast eingebürgert ist die Freizeit inzwischen. Wenn ich nun höre, wie die Tage zur Gemeinschaft beitragen, wie ein Team von Verantwortlichen zusammengewachsen ist, dann freut mich das besonders – denn selbstredend steckt dahinter ein großer zusätzlicher Einsatz. Erstmals war es Ziel, dass alle Kinder aus Flüchtlingsfamilien, die grundsätzlich am Ganztag teilnehmen, an den Tagen teilnehmen, nachhaltiger kann Integration ja nicht unterstützt werden. Wenn mich nun noch die Rückmeldung erreicht, dass genau dies der Freizeit gut getan hat, dass sich genau diese Kinder immens und glücklich eingebracht haben, dann ist das wieder ein „Sahnehäubchen“.

Die Flyer sind richtig und wie gewollt angekommen. Puh!

 

Mittwoch, 02. November 2016:

Die vorgestern erwähnten Regionalgruppen der Direktorenvereinigung bilden dieselben Netzwerke ab, wie sie vom Ministerium und der Schulaufsicht gebildet wurden. Das „Netzwerk Neustadt Mitte“ versammelte sich heute als Dienstbesprechung mit dem Ministerium hier in Deidesheim. Wie sehr das Thema vom Montag „ins Land“ strahlt, ist aus dem ersten Punkt der Tagesordnung zu ersehen: „Pädagogisches Selbstverständnis an Integrierten Gesamtschulen“. Das kann ja nur heißen, dass die Diskussion hier an der Schule hinsichtlich des pädagogischen Konzeptes zum einen gleichzeitig und zum anderen auf mehreren Ebenen auftaucht, diskutiert wird und klarerer Umrisse bedarf. Es muss doch möglich sein, dass diese und meine favorisierte Schulform inhaltlich im Konsens beschrieben werden kann. Schließlich arbeiten doch 56 IGSn nicht ins Blaue hinein! Was macht die IGS also pädagogisch aus? Um diese Frage wird es in nächster Zeit gehen, hier wie dort und im Lande.    

Es sieht ganz danach aus, dass der Innenausbau des Deidesheimer Jugendtreffs losgeht. Schon längere Zeit stehen die Überseecontainer unberührt neben dem alla-hopp!-Gelände und warten auf die Metamorphose. Zunächst sah ich dickes Dämmmaterial liegen, das, wie ich später beim Besuch feststellen konnte, an die dünnen Metallwände von innen angebracht wird. Auch hier war ja einmal ein ganz anderer Zeitplan kommuniziert worden. Container vorne, Jugendtreff hinten…dann wird’s vielleicht auch was mit „unserer“ Baustelle!