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Musik

Ein paar Worte zur Einstimmung oder: Mein Verständnis von Musik

Bei der Unterrichtsversorgung für den ersten Jahrgang war klar: Wir bekommen keinen Musiklehrer. Da ich seit langer Zeit Gitarre spiele, darin Unterricht genossen habe und von Herzen gerne singe, habe ich entschlossen, dass ich Musik in Jg.5 fachfremd unterrichte, die notwendigen Inhalte sind mir vertraut.

Während der ersten Monate stellte sich heraus, dass Musik bei uns an der Schule zu mehr geworden ist als ein weiteres musisches Fach der Stundentafel - durch den Schulkanon "Jeder kann was prima machen", den wir am Eröffnungstag mit allen Eltern, Schüler/innen und Gästen hinbekommen haben, und die vielen Lieder, die wir in Religion mit dem ganzen Jahrgang einübten, entwickelte sich das Singen ganz so, wie ich es immer wieder erlebt habe. Wenn die anfängliche Scheu überwunden ist, wird Singen zum gemeinsamen Erlebnis und zum persönlichen Kontakt auf einer viel tieferen Ebene des Miteinanders. Diese Ebene, die die Menschheit von allem Anfang an in sich trägt und die in Zeiten "konservierter" Musik so selten erlebt wird, hat sich in der Schule fast zum Normalfall entwickelt. Alle vier Klassen singen wie "die Zeisige", gern, ungezwungen und mit fröhlichen Gesichtern. Das empfinde ich als großes Glück und es macht einen guten Teil der Atmosphäre aus, die an unserer Schule herrscht.

Daher ist jede Klasse  auch auf der Homepage zu hören, je in ihrer eigenen Art mit einem anderen Lied. Das geht vom Kanon, über einfache Rhythmusbegleitung und selbst erstellte Strophen aus dem Leben der Schüler auf ein bekanntes Lied bis zum modernen Karaokegesang, nicht preisverdächtig, aber immer mit ganzem Herzen dabei. Vielleicht kommt ja auch beim Zuhören das Gefühl auf: Musik ist Leben!

Georg Dumont