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Neue Medien - Teil I

Das Projekt "Neue Medien" dient der Förderung der Medienkompetenz unser Schülerinnen und Schüler. Wir verfolgen mit diesem Projekt fächerübergreifende sowie praxis- und produktorientierte Ansätze.

Das Projektthema „Neue Medien" startet in den fünften Klassen mit dem Medium Fernsehen. Für die weiteren Jahrgänge ist jeweils eine Fortführung des Themas bis Klasse 10 geplant u.a. mit den am Lebensalltag der SchülerInnen orientierten Themen Handy, Internet u. PC-Spiele.

In den Projektreihen ist uns eine Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig. Unterstützt werden wir hierbei vom Landesmedienzentrum (LMZ), sowie von medienpädagogischen Einrichtungen wie der Fachgruppe "FLIMMO", von der wir jährlich für alle Eltern eine Broschüre erhalten.

Als "Projektschule 2009" des Programms "Medienkompetenz macht Schule" streben wir in Kooperation mit dem LMZ ein langfristiges Medienkonzept an.

Verantwortlich für die Ausarbeitung der jahrgangsspezifischen Themenreihen ist ein Team von drei Lehrkräften (Konstanze Straube, Rainer Nitsche u. Frank Laska).

Nach einer internen Prüfung aller medienrelevanter Schülerthemen hatte sich die Projektgruppe für das Thema "Neue Medien - TV/Talkshows" entschieden. Die Beweggründe hierfür waren, dass ein Teil der Freizeit unserer Schüler vor dem Fernseher stattfindet.

Wie das Fernsehverhalten der einzelnen Schülerinnen und Schüler konkret aussieht, das heißt wie lange und zu welchen Tageszeiten sie Fernsehen sehen, welche Sendungen sie dabei konsumieren und welche Auswirkungen diese auf sie besitzen, wollten wir in Form einer individuellen Medienanalyse herausfinden. Die Schülerinnen und Schüler wurden damit zu Medienexperten ihres eigenen Fernsehverhaltens. Aus der Fülle der TV-Angebote haben wir uns für die Gattung des Affektfernsehens* entschieden. Anhand von Talkshows sollten die Schülerinnen und Schüler u. a. vorherrschende Inszenierungsmuster und Kommunikationsstrategien von ihnen bekannter Talkshows erkennen und bewerten. Die Lernheit wurde mit einem Eventtag abgeschlossen.

*Affektfernsehen: Hierzu zählen Talkshows mit Publikumsgästen, Beziehungsshows, Gameshows mit starker Betonung des Beziehungsaspekts und/oder extremer Selbstdarstellung der Kandidaten sowie Suchsendungen.

Fächerübergreifende Ansätze

  • Umgang mit Ordnungssystemen - Fernsehplan (Mathematik)
  • Textanalyse, Beurteilen und Positionieren - Sprachkompetenz (Deutsch)
  • Umgang miteinander - Konfliktbewältigung im TV am Bsp. von Talksshows (Religion/Ethik)

Anregung für den neuen 5er-Jahrgang: - Lektüre im Deutschunterricht ("Der TV-Karl" von ...)

Lernziele (ohne Eventtag)

  • Die SchülerInnen lernen verschiedene Arten von Medien und deren Funktionen kennen.
  • Die SchülerInnen sollen ihren eigenen Mediengebrauch untersuchen und reflektieren mit dem Ziel, Medienangebote zielgerichtet und begründet auszuwählen.
  • Die SchülerInnen lernen die Merkmale und den Aufbau einer TV-Kritik kennen und schreiben anhand eines Fernsehbeispiels eine Fernsehkritik.
  • Die SchülerInnen setzen sich kritisch mit dem Thema „Talkshows" auseinander. Sie erkennen dabei typische Merkmale von Talkshows und formulieren Vor- und Nachteile des Talkshow-Konsums.
  • Die SchülerInnen unterscheiden den Wert eines wahren Gesprächs von den gestellten, übertriebenen Gesprächssituationen in Talkshows. Sie lernen außerdem sprachliche Unterschiede zwischen verschiedenen Gesprächssituationen kennen („Edel-Talk" und „Müll-Talk").

 

Projektverlauf

Zeit: 23.04.-28.05.2009 - jeweils im Projektunterricht am Donnerstag

Schwerpunkt: Fernsehen

DatumThemaLehrer
23.04. Medienfunktionen unterscheiden Frank
HA: TV-Konsum einer Woche ermitteln, Fragekatalog "Hitliste"
30.04. TV: "Hitliste" kritisch auswerten Rainer
07.05. TV: "Talkshows: Die Macht der Worte" Teil I Konstanze
14.05. TV: "Talkshows: Die Macht der Worte" Teil II Konstanze
28.05. Abschluss der Themenreihe durch einen Eventtag Frank