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Generationen im Gespräch

Am 1. Dezember 2010 startete in Wachenheim die Aktion "Wachenheimer Sternstunden". Von außen für alle sichtbar durch die zahlreichen leuchtenden Herrnhuter Sterne, die mittlerweile das Straßenbild Wachenheims bestimmen. Als Teil des öffentlichen Programms führte die GTS-Gruppe "Generationen im Gespräch", die sich einmal wöchentlich im Bürgerspital trifft, ein adventliches Programm auf.     

 Das Programm sah folgende Punkte vor: Begrüßungsrede (Nora), Flötenstück "Nikolaus" (Lakischa), Gruppenlied  "Rudolph das Renntier", Klavierstück "Jingle Bells" (Fee), Lied "Lasst uns froh und munter sein" (alle, mit Gästen), Gedichtvortrag "Wenn es Winter wird" (Judith) und "Der Schneemann auf der Straße" (Achitha, Maike, Lakischa), Weihnachts-Rap (alle), Musikstücke aus Jena vom Projekt "Young Americans (Tamigo u. Janis), Geschenkübergabe (alle), Verabschiedung (Tamigo).

Flötenstück von Lakischa und Übergabe von selbst gebastelten Geschenken (v.a. Fensterbilder) an die Zuhörer.

 Nach der Programmaufführung fand ein gemütliches Zusammensein an den Tischen statt.

Beim Einüben des Weihnachtsprogramms im Außengelände des Bürgerspitals wurden wir spontan von einer Mitarbeiterin des Betreuten Wohnens (Wohneinheiten befinden sich ca. 50 m vom Bürgerspital entfernt) zu einem Kaffeekränzchen der "älteren Damen" eingeladen. Wir sagten sofort zu und bereicherten die Kaffeetafel mit Musik und Tanz. 

Was machen wir ansonsten? Nach einem leckeren Mittagessen haben wir von 14:00 - 15:00 Uhr Lernzeit. Dafür steht uns ein eigener Raum zur Verfügung. Manchmal finden sich Heimbewohner, die uns bei den Aufgaben unterstützen. Hier zu sehen: Frau Hörig mit Tamigo und Christian beim Besprechen einer Deutschaufgabe und Herr Swierzy beim Gedichtvortrag von Fee, Maike und Nora. Nicht immer findet sich ein Heimbewohner, da unsere Lernzeit in die Nachmittagsruhe fällt.

Nach der Lernzeit von 15:00 - 16:00 Uhr haben wir Zeit für Gespräche. Frau Sender, eine lustige Dame mit Berliner Akzent ist meistens gut gelaunt, witzig und hat immer eine spannende Geschichte weiterzugeben. Zwischen Frau Sender, Hannah, Janis und Christian hat sich bis dato ein intensiver Kontakt entwickelt. Regelmäßig sucht Vanessa ihr Oma (Frau Rettinger) auf. Trotz fortgeschrittener Altersdemenz ist es für sie ein Lichtblick immer wieder neu ihre Enkelin zu erkennen.  

Natürlich spielen wir auch mit den Heimbewohnern. Auf eine umfangreiche Spielsammlung können wir zurückgreifen. Frau Schröter und Frau Hörig mögen besonders gern Würfelspiele, wie "Mensch ärgere dich nicht".

Dankbar sind viele Heimbewohner über praktische Hilfen, wie das Schieben des Rollstuhls oder das Begleiten aufs Zimmer. Es ist schon öfter vorgekommen, dass Heimbewohner den Weg zu ihrem Zimmer vergessen hatten und da sind sie über die ortskundigen Helfer besonders froh.

Bei unseren wöchentlichen Besuchen reflektieren wir stets das Erlebte. Verständnis für die Beeinträchtigungen der älteren Personen aufzubringen bedarf einer intensiven Begleitung der Schüler. Das geschulte Personal hat hierfür Übungen entwickelt, wie das Essen mit Handschuhen, das Tragen einer sehstarken Brille u.a.m. Es kam auch schon vor, dass Schüler grundlos beleidigt worden sind. Auch hierüber muss gesprochen werden. Die Ausdauer und Freundlichkeit der Schülergruppe ist für die Heimleitung beeindruckend.

 

 

Bevor man einem älteren Menschen mit einem "Rolli" schiebt, sollte man natürlich selbst einmal darin gesessen haben. Alle Schüler kamen bei den z. T. komplizierten Fahrübungen gans schön ins Schwitzen.

Als Gruppe sind wir zusammengewachsen. Jeder Teilnehmer ist eine Bereicherung für die Gesamtgruppe und das Projekt. Die Integration der I-Kinder verläuft völlig problemlos - IGS Dei/Wa als inklusive Schule.