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Thementage als Events

Events sind allgegenwärtig. Sie versprechen das Erlebnis des Außergewöhnlichen und sie tauchen in den verschiedensten Varianten und Formen auf: Da gibt es beispielsweise den Event des Jahres bei der Vorstellung eines neuen Autotyps oder das Event-Ferienangebot eines Ferienclubs mit Event-Preisen. Kein Zweifel, kaum ein Begriff wird so inflationär gebraucht - und dennoch (oder gerade deshalb) prägt das Event-Phänomen nachhaltig die Kultur unserer heutigen Gesellschaft.

Was ist ein Event überhaupt? Etwas Neuartiges oder vielleicht nur eine neue Bezeichnung für etwas, was es schon immer gab? Brauchen wir das an unseren Schulen? Und wenn ja wie lässt sich ein Event realisieren?

Das Erlebnis des Außergewöhnlichen

Der Begriff "Event" stammt aus dem Englischen und wird im Allgemeinen mit "Ereignis, Begebenheit, Vorfall" übersetzt. Doch das Oxford Dictionary of Current English ergänzt die Bedeutung mit einer Erläuterung, die frei übersetzt etwa Folgendes besagt: "Der Begriff Event wird meist verwendet, wenn etwas Ungewöhnliches, Erinnerungswürdiges ausgedrückt werden soll."

Doch was ist nun eigentlich ein Event und wodurch unterscheidet er sich beispielsweise von der altbekannten Veranstaltung?

Vereinfacht könnte man sagen: Der Event  

â–¡ ist ein außergewöhnliches, interaktives und planmäßig erzeugtes Ereignis, das auf ein Thema fokussiert ist,

â–¡ wird als einzigartig erlebt,

â–¡ vermittelt ein Gemeinschaftserlebnis und ein Zusammengehörigkeitsgefühl,

â–¡ überwindet Schicht- und Milieugrenzen, spricht also keine homogene Zielgruppe an,

â–¡ verbindet die unterschiedlichsten kulturellen und ästhetischen Ausdrucksformen - wie beispielsweise Musik, Tanz, Theater, Kunst - zu einem einheitlichen Ganzen,

â–¡ bietet subjektive Freiheit während des Veranstaltungsablaufs sowie "Nutzlos-Spielerisches" und ermöglicht zunehmend das "Sich-gehen-lassen-Können".

Ein Event ist also viel mehr als "nur" eine Veranstaltung. Dadurch ist allerdings auch der Aufwand bei der Realisation ungleich höher. Aber es lohnt sich, denn mit einem von Schülern und Lehrern selbst entwickelten Event an der Schule lässt sich das Schulklima positiv beeinflussen:

â–¡ Der Zusammenhalt zwischen Schülern und Lehrern verbessert sich.

â–¡ Durch das erforderliche Miteinander wird das Wir-Gefühl in der Schule gestärkt.

â–¡ Neue Vertrauensverhältnisse entstehen.

â–¡ Das Selbstbewusstsein und die Motivation der Schüler erhöhen sich.

â–¡ Die Identifikation der Beteiligten mit der Schule verbessert sich.

â–¡ Alle Beteiligten können ihre Leistungs- und Wandlungsfähigkeit zeigen.

Welche Außenwirkung erzielt die Durchführung eines Events?

Die Außenwirkung eines Events bringt enorme Vorteile: Sie erhöht den Bekanntheitsgrad der Schule und trägt zur Profilierung auch in Abgrenzung zu anderen Schulen bei. Zudem bieten Events die Gelegenheit, mit Vertretern von Politik und Stadtverwaltung, Sponsoren, Förderern und anderen wichtigen Persönlichkeiten in Kontakt zu treten und bei ihnen für die Belange der Schule und deren Schüler zu werben. Das ist nicht zuletzt auch für die Arbeitsplatzsuche der Schüler nach dem Schulabschluss sehr wichtig.

Der o. g. Text stammt aus der Broschüre "Events an Schulen", hrsg. von der Gmünder ErsatzKasse. Weitere Informationen zur Realisierung eines Events finden Sie unter dem folgenden Link (pdf-Datei: Events an Schulen) https://www.gek.de/x-medien/dateien/infodatenbank/GEK_Info-Events-an-Schulen.pdf-

 

Was wollen wir?

Wir sehen die regelmäßige Durchführung von Events als eine sinnvolle Bereicherung unseres Schullebens an. Jedes Event ist mit einemThema verbunden. Der Themenbezugdient der Legitimationdes Events. Eine Eventveranstaltung ist somit nicht losgelöst vom Schulalltag zu verstehen, sondern versucht im Form einer "außergewöhnlichen" Veranstaltung entweder einen Einstieg oder Abschluss einer Lerneinheitzu gewährleisten. Die Eventveranstaltungen kennzeichnen schulische Höhepunkte.Sie beeinflussen durch ihre langanhaltende Nachwirkung unsere Schulentwicklung maßgeblich.